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Szenario 1: Traveller : Der Weg zum Fünften Grenzkrieg

Alles nochmal als PDF zum Download:

 

Herzog Norris von Regina erklärt am Datum 187-1107 den Zhodani offiziell den Krieg. Dies ist die Eröffnung für den Fünften Grenzkrieg, der beinahe drei Jahre dauert und viele zehntausende Sophonten das Leben kostet. Zhodani greifen entlang der gesamten imperialen Grenze an, Vargr Korsaren beginnen Überfälle auf imperiale Welten und die Schwerwelten greifen die darrianische Konföderation an.

Die offizielle Kriegserklärung markiert zwar den Zeitpunkt in der Geschichte, von dem an vom Fünften Grenzkrieg gesprochen wird, aber schon in den Jahren zuvor waren Agenten von allen Seiten tätig. Besonders die Zhodani trachteten danach die Welten der Spinwärts-Marken schon vor dem Ausbruch der heißen Phase des Krieges in Aufruhr und Rebellion zu versetzen. Überall im Sektor waren Agenten im Einsatz, nicht nur der Zhodani, sondern von allen Beteiligten. Besonders Distrikt 268 war ein Hexenkessel von verschiedenen Interessensgruppierungen, Staaten und Individuen, die versuchten die Geschicke des Subsektors zu beeinflussen.

Der Kampagnenhintergrund richtet sich Schwerpunktmäßig auf Distrikt 268, allerdings sind Ausflüge in benachbarte Subsektoren durchaus möglich. Im Verlauf der Kampagne wird der Zeitraum von 020-1105 bis 187-1107 abgedeckt. Dabei wird in der ersten Phase entschieden, aus welchem Blickwinkel die Abenteuer geschrieben werden. Es werden NSC erstellt und grobe Ideen skizziert. Erst mit Phase 2 beginnen die Abenteuer der Kampagne.

Der Ausgang der Kampagne ist vorgegeben. Der Fünfte Grenzkrieg findet statt. Was sich in den zwei Kampagnenjahren jedoch alles zutragen wird und wie stark einzelne Welten von den Auswirkungen des Krieges betroffen sind, wird jedoch durch die Abenteuer bestimmt und die Art und Weise, wie die Spieler ihre Missionen/Aufträge abschließen (oder auch nicht).

Folgende Interessensgruppierungen sind in Distrikt 268 oder den Nachbardistrikten für Eskalation oder auch De-Eskalation der Situation zum Fünften Grenzkrieg tätig.

 

1.     Handlungsort

Die Kampagne konzentriert sich auf die Welten im Distrikt 268.

 

2.     Zeitrahmen

Die Kampagne spielt zwischen 020-1105 und 187-1107, der offiziellen Kriegserklärung des Imperiums an die Zhodani. Theoretisch ist noch eine zusätzliche Zeitdauer zwischen 5 und 9 Wochen möglich, die eine Nachricht von Regina nach Mille Falcs und damit in die Welten der Spinwärts-Marken benötigt.

 

3.     Parteien

Folgende Parteien können eine Rolle im Konflikt spielen. Natürlich sind die Zhodani und das Imperium die großen Spieler auf beiden Seiten, aber es gibt viele kleinere Parteien, deren Einfluss auf Distrikt 268 wesentlich unmittelbarer ist.

 

3.1 Regierung von Collace

Die demokratische Regierung in Collace hat im Augenblick mit vielen Problemen zu kämpfen. Zum einen wäre da die hohe Arbeitslosigkeit. In den letzten drei Jahren wuchs die Wirtschaft auf Collace nur minimal oder schrumpfte sogar in zwei Quartalen. Die Arbeitslosigkeit und die soziale Unruhe stiegen seitdem. Ein weiteres Problem findet sich in der hohen Kriminalitätsrate, die durch die steigende Arbeitslosigkeit noch befeuert wird. Aufgrund der verschmutzten Atmosphäre leben fast alle Einwohner Collaces in sogenannten Arcologien. Einige diese Arcologien sind bereits mehrere hundert Jahre alt und mittlerweile zu Slums verkommen. Die öffentliche Sicherheit und Ordnung kann an diesen Orten nur noch minimal gewährleistet werden.

Ein weiteres Problem der collace’schen Regierung ist der Kalte Krieg mit Trexalon. Aufgrund der größeren Bevölkerung, des höheren Techlevels und der größeren wirtschaftlichen Kraft wird Collace den Kalten Krieg bestimmt nicht verlieren, aber gewinnen kann es ihn nur damit auch nicht. Das Imperium führt den Kalten Krieg als Grund an, Distrikt 268 nicht offiziell dem Imperium anzugliedern und Collace (vermutlich) zur Subsektor-Hauptwelt zu machen. Der aktuelle Status Quo ist für Collace und die Regierung eigentlich nicht hinnehmbar und grenzt schon fast an eine Niederlage. Es gibt daher viele Elemente in der Regierung, die die populistischen Tendenzen ausnutzen und den Kalten Krieg eher früher als später erhitzen wollen. Die eher besonnenen Elemente erkennen jedoch, dass ein Krieg die Situation nur verschlimmern und langfristig die Chancen Collaces auf den Sitz als Subsektor-Hauptwelt nur schmälern wurde.

Mit den Iridiumvorkommen auf Pavabid zeichnet sich für beide Lager in der Regierung eine neue Front ab. Die radikalen Gruppierungen erachten es als ihre oberste Pflicht, dass diese Vorkommen Trexalon nicht in die Hände fallen. Sie sehen dies aus rein ideologischen Gründen und teilweise ahnen sie auch, dass es schlecht für Collace wäre. Die eher gemäßigten Lager sehen darin eine Möglichkeit die Raumschiffsproduktion im gesamten Subsektor zu beeinflussen und damit langfristig auch Trexalon. Denn Trexalon ist noch stärker auf Schiffslieferungen von außerhalb angewiesen als Collace und wenn Collace die Schiffsproduktion dominiert, könnten der Regierung auf Trexalon damit (indirekt) Bedingungen diktiert werden.

Ein weiterer Vorteil, wenn Collace, vertreten z.B. durch Colmetal Inc. die Iridiumvorkommen auf Pavabid ausbeutet, wäre neben der Dominanz in der Raumschiffproduktion auch eine erhöhte Auftragslage von Colmetal Inc. und dafür würden Arbeitnehmer benötigt, viele Arbeitnehmer. Die Erschließung der Vorkommen hat für die Regierung Collace also nur Vorteile.

Ein weiteres Problem mit dem die Regierung gerade kämpft sind die vermehrten Angriffe von Piraten auf Versorgungsschiffe aber auch Passagierschiffe mit Ziel Collace. Natürlich wird oft in populistischen Foren gesagt, dass Trexalon hinter den Piraten steht, aber Beweise gibt es natürlich keine. In der Zwischenzeit gehen die Piratenüberfälle unvermindert weiter und entwickelt sich langsam zu einem Sargnagel für die gegenwärtige Regierung. Die Wahlen sind zwar noch etwas hin, aber das Stimmungsbarometer befindet sich jetzt schon im freien Fall.

 

3.2 Colmetal Inc.

Colmetal Inc. ist der größte Metallproduzent von Collace und die Nummer zwei im gesamten Subsektor. Das Unternehmen ist sogar führend in der Aluminiumproduktion des Distrikts 268 und einer der wichtigsten Rohstofflieferanten der Raumwerften dort. Es besitzt Mineneinrichtungen auf Collace, Tarsus, Talos und Avastan, sei es direkt oder vertreten durch eine Tochtergesellschaft.

Das Unternehmen war früher ganz in Staatsbesitz, wurde jedoch 923 privatisiert. Die Regierung von Collace hält jedoch immer noch große Anteile an Colmetal Inc., da das Unternehmen einer der großen Arbeitgeber von Collace ist und die Regierung auf Entlassungen Einfluss nehmen möchte. Ein weiterer Vorteil zeigt sich gerade im Kalten Krieg mit Trexalon: die Colmetal Inc. kann überall dort die Interessen von Collace vertreten, wo es die Regierung nicht offiziell tun kann. So auch jüngst bei den auf Pavabid entdeckten gewaltigen Iridiumvorkommen. Im Kampf um die Vorherrschaft im Distrikt 268 sind diese Iridiumvorkommen eine wichtige Waffe. Wenn Colmetal Inc. sich die Vorkommen sichern könnte, würde das Unternehmen gewaltige Profite verzeichnen und sich gegen das Technische Konsortium Trexalon (TKT) durchsetzen. Beide Unternehmen sind zwar keine direkten Konkurrenten auf den jeweiligen Märkten, aber auf Grund der politisch aufgeheizten Atmosphäre und den zugehörigen Ideologien wird das TKT jedoch innerhalb der Colmetal Inc. als gegnerisches Unternehmen gewertet. Eine Ausbeutung der Iridiumvorkommen ist für den Vorstand der Colmetal Inc. bereits eine beschlossene Sache, auch ohne Intervention der Regierung. Wichtig ist nur, dem TKT und dem eigentlichen Widersacher von Colmetal Inc., dem größten Metallproduzenten in Distrikt 268, Ling Standard Produkte (LSP), zuvorzukommen.

 

3.3 Trexalon Regierung

Die Regierung in Trexalon hat derzeit viele Gründe gut gelaunt zu sein: Die Umsatzentwicklung verläuft so, wie die Projektierung vorgab oder übertrifft die Vorgaben sogar teilweise. Das Technische Konsortium Trexalon hat daher eine Entlastung der Regierung angeregt. Die Warenverkäufe im ganzen Subsektor laufen gut und die Piraten scheinen eher Gefallen an Schiffen aus oder nach Collace gefunden zu haben. Pavabid hat ein teures Satellitenüberwachungsnetz durch Firmen auf Trexalon bauen und warten lassen, es beziehen immer mehr Staaten Position gegen einen Okkupation des Distrikts 268 durch das Imperium und das Imperium selbst möchte auf Grund des Kalten Krieges mit Collace erst einmal nicht weiter in den Subsektor expandieren. Aber sollte das Imperium seine Meinung ändern, wird all das in Gefahr geraten. Das ist auch der Regierung auf Trexalon bewusst.

Die Regierung auf Trexalon, wie auch das TKT oder die Bevölkerung haben keine negative Einstellung gegenüber dem Imperium per se, aber sie halten sich da an eine Jahrtausende alte Weisheit der Solomani: „Lieber der Erste in einem Dorf, als der Zweite in einem ganzen Staat.“ Wenn das Imperium die Macht im Distrikt 268 übernehmen würde, müsste sich auch Trexalon den imperialen Gesetzen fügen und dies betrifft insbesondere die Außenpolitik, gewisse Aspekte der Sicherheitspolitik und auch die Art und Weise, wie Trexalon mit anderen Welten Handel führen soll. Sicherlich, die Vorgaben des Imperiums sind da meistens freizügig, aber weshalb sich einschränken lassen?

Der Kalte Krieg mit Collace gereicht Trexalon bisher zum Vorteil, aber auch dem verträumtesten Regierungsrat ist klar, dass dies nicht ewig währt und langfristig gesehen Collace die Oberhand gewinnen wird, allein auf Grund seiner militärischen Stärke, der Anzahl der Einwohner, des Techlevels und seiner wirtschaftlichen Überlegenheit. Der Regierung ist aber auch schmerzlich bewusst, dass sie einen Krieg gegen Collace nie gewinnen könnten. Es gibt aber auch Gruppen in der Regierung, die gerade darauf spekulieren. Sollte Collace sich zu einem militärischen Schlag hinreißen lassen und sei er auch nur kurz, wäre dessen Position in diesem Subsektor empfindlich geschwächt und könnte sogar als Subsektor-Hauptwelt ausscheiden, zumindest für die nächsten Jahrzehnte.

Ein Problem hat sich jedoch mit den Iridiumvorkommen auf Pavabid aufgetan. Die trexalonische Regierung möchte diese eigentlich für sich selbst haben. Nicht so sehr, weil sie diese selbst gebrauchen könnten, als vielmehr damit Collace diese nicht kontrollieren kann. Sicherlich würden die Iridiumvorkommen Trexalon helfen, aber die Welt verfügt nicht über so ausgedehnte Schiffswerften wie Collace und es würde Jahre dauern, bis die aktuellen entsprechend erweitert wären, um die Iridiumvorkommen richtig zu nutzen. Aber die trexalonische Regierung ist sich der Tatsache bewusst, dass Collace vermutlich die Schiffskonstruktion des gesamten Subsektors damit kontrollieren könnte und das wäre für eine so von Import und Export abhängige Welt wie Trexalon verhängnisvoll.

 

3.4 Technisches Konsortium Trexalon

Das Technische Konsortium Trexalon, kurz TKT, ist die de facto Macht auf Trexalon. Die meisten Einwohner des Planeten sind Angestellte des TKT und auch die Regierung Trexalons ist nur eine Geschäftsabteilung des TKT, die dem Vorstand zu berichten hat. Da der Regierungsapparat dem TKT angegliedert ist, gilt dies natürlich auch für die meisten Dienste des Staatsapparates, wie Polizeidienste, Reinigung, Spionagedienste und Militär, wobei das TKT bei letzterem eher dazu neigt Söldner anzuheuern und kein großes stehendes Heer oder Raummarine zu unterhalten. Sie bringen einfach keinen Profit.

Als eine der größten Bedrohungen für den Profit des TKT gilt das Imperium. Im Augenblick kann die trexalonische Handelsflotte noch nach eigenen Maßstäben im Distrikt 268 operieren und das beinhaltet auch einige Methoden, die im Imperium verboten wären. Wenn TKT durch eine Eingliederung des Subsektors ins Imperium gezwungen würde seine aggressiven Handelspraktiken zu überdenken, würde der Profit mit Sicherheit schwinden. Aber nicht nur die Gesetzeslage wäre ein Problem, sondern auch imperiale Handelsgesellschaften, die sich vermehrt im Subsektor einfinden und nun auf Grundlage imperiale Gesetze und Masseneffekten im Vorteil wäre. Ein Tod auf Raten für das TKT. TKT sieht seine Existenz durch das Imperium als massiv bedroht an und reagiert daher sehr empfindlich auf den Vorstoß Collace und dessen Ambitionen als Subsektor-Hauptwelt. Die Aufrechterhaltung des Kalten Krieges ist daher eines der obersten Gebote des Vorstands des TKT.

Einige Vorstandsmitglieder denken aber schon an die Zukunft. Der Kalte Krieg wird das Imperium nicht ewig aus Distrikt 268 halten.  Das einzige, was das Imperium für länger aus dem Subsektor halten würde, wäre ein regionaler Konflikt, der von Collace gestartet würde. Trexalon verfügt nicht über genug militärische Kraft, um Collace lange genug widerstehen zu können. Das weiß Trexalon, das weiß Collace, das wissen alle Welten in Distrikt 268, das wissen die Zhodani und das weiß das Imperium. Wenn Collace sich zu einem kurzen Angriff hinreißen lassen würde, der nicht zu viel an trexalonischer Infrastruktur zerstört und eine effektive Anzahl an Kollateralschäden entsteht in sekundären Systemen, (z.B. ein bis zwei Millionen Tote bei den Reinigungsdiensten und ähnlichen Tochterunternehmen), wäre Collace gebrandmarkt, eine subsektorweite Welle der Antipathie gegen Collace würde sich erheben und das Imperium wäre effektiv für Jahrzehnte aus Distrikt 268 herausgehalten worden.

Die aktuelle collace’sche Regierung ist zu vorsichtig, um einen solchen Angriff zu wagen, daher arbeitet das TKT an einer politischen Umwälzung auf Collace. Entweder wird eine Regierung benötigt, die den Ideen Trexalons gegenüber aufgeschlossener ist oder eine Regierung, die dumm genug ist, einen Angriff auf Trexalon zu wagen.

Ein Weg dies zu erreichen ist durch konstante Piratenüberfalle auf Schiffe von und nach Collace. Das TKT hat auf einigen Asteroiden, Monden und im Leerraum versteckte Piratennester eingerichtet mit teilweise begrenzten Werftkapazitäten. Darüber hinaus hat TKT Piraten in den gesamten Spinwärts-Marken angesprochen und für jedes Schiff von und nach Collace eine Prämie versprochen, zusätzlich zu allen erbeuteten Gütern versteht sich. Das Angebot war sehr verlockend und roch nach zu viel Geld, als dass die meisten Piraten sich das zweimal überlegt hätten. Und so häufen sich die Piratenüberfälle auf Collace seit geraumer Zeit. Natürlich hat das TKT den Piraten nicht seine Identität preisgegeben, sondern tritt über Mittelleute als unbekannter „Förderer“ auf. Die stetigen Piratenüberfälle zeigen jedoch schon Wirkung, denn die populistischen Tendenzen, die eine bewaffnete Konfrontation mit Trexalon suchen nehmen auf Collace zu und setzen die Regierung unter Druck.

Ein Problem hat sich jedoch mit den Iridiumvorkommen auf Pavabid aufgetan. Mit diesen wäre Collace in der Lage die Schiffsproduktion im Distrikt 268 zu dominieren, was zu erheblichen Einbußen für die eigene Schiffsproduktion führen würde, die Iridium teuer aus weiter entfernten Quellen beziehen muss und letztendlich wohl zu deren Aufgabe führen würde. Langfristig würde Trexalon damit von Collace abhängig werden, wenn es neue Schiffe beziehen will. Das TKT kann daher auf keinen Fall zulassen, dass Collace Zugriff auf die Iridiumvorkommen erhält. Es ist sicherlich hilfreich, dass Pavabid ein solch fremdenfeindlicher Ort ist, aber ganz darauf vertrauen kann man auch nicht. Die Pavabider haben auf Trexalon ein Satellitenüberwachungsnetz geordert, mit dem sie planetenweit anfliegende Schiffe orten können und auch auf den Luftraum auf Pavabid überwachen können. TKT hat die Satelliten geliefert, besitzt jedoch für das gesamte Netzt einen Überrangcode, so dass es nach Belieben verschiedene Satelliten ausschalten oder falsche Sensordaten liefern lassen kann.

 

3.5 McClellan Factors (MCF)

MCF befindet sich seit einiger Zeit in einem Handelskrieg mit Barracai Technum (BT) um Profite, Margen und Handelshäfen in Distrikt 268. Obwohl der offizielle Heimathafen von MCF auf Mertactor liegt und die Handelsgesellschaft zumindest offiziell an die Handelsgesetze des Imperiums gebunden ist, loten sie doch die Tiefen der Grauzonen mehr als nur gründlich aus. Möglich wird dies dadurch, dass MCF nicht eine monolithische Handelsgesellschaft ist, sondern ein Zusammenschluss aus mehreren, kleineren Handelsgesellschaften, die zwar unter dem Banner MCF arbeiten, letzten Endes aber nur sich selbst Rechenschaft schuldig sind.

MCF nutzt schon seit geraumer Zeit den Handelskrieg zwischen Collace und Trexalon für sich aus. Und betreibt direkten Handel zwischen beiden Welten. Die hohen Strafzölle und Handelsblockaden beider Welten werden umgangen, indem die Waren um etikettiert oder über eine Drittwelt re-importiert werden.

Seit einigen Jahren gibt es aber noch ein weiteres, weitaus gewinnbringenderes Geschäft für MCF in Distrikt 268: Waffenhandel. Auf vielen Welten im Subsektor ist seit einiger Zeit eine gesteigerte Unruhe unter der Bevölkerung auszumachen. Splittergruppen bilden sich und viele gehören auch zu den Hardlinern. Die Nachfrage nach Waffen ist in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen. MCF bedient über Mittelsmänner die Nachfrage, so dass sich die Spuren nicht direkt zurückverfolgen lassen. Hin und wieder fliegen solche Waffendeals auf und da sollte nach Möglichkeit keine direkte Verbindung zu MCF bestehen. Das kostet zwar einige Prozentpunkte an Gewinn, aber Waffenhandel ist a) sehr ertragreich und b) zielt MCF auf ein weitaus größeres Stück des Kuchens: die offiziellen Waffenlieferungen.

Einigen Regierungen sind die Revolten und Hardliner durchaus nicht entgangen und beginnen nun ihre Armeen und Sicherheitskräfte aufzurüsten. Hier kann MCF offiziell als Waffenlieferant auftreten und hat auch schon einige offizielle Lizenzen erhalten. So beliefert MCF beide Seiten und profitiert doppelt. Ein gefährliches Spiel, aber eines, dass MCF bereit ist zu spielen.

Durch die Profite im Waffenhandel kann es sich MCF leisten andere Waren und Produkte im Handelskrieg mit BT zum Selbstkostenpreis oder sogar darunter anzubieten und den Konkurrenten so auszustechen. BT selbst ist daher gezwungen auch diese Linie zu fahren, um im Geschäft zu bleiben. Die Frage ist also, wer hat den längeren Atem und die tieferen Taschen. Trexalon ist ein wichtiger Umschlageplatz für die Waffen von MCF. Neben dem offiziellen Hauptsitz der Handelsgesellschaft auf Mertactor, wird hier der Handel mit Waffen organisiert und abgewickelt.

Damit der Handel in Distrikt 268 für BT noch unrentabler wird, hat MCF begonnen auf einigen wichtigen Stützpunktwelten BTs die Gewerkschaften anzustacheln und mehr Lohn zu fordern. MCF muss hier natürlich sehr vorsichtig vorgehen, denn auch einige von MCFs Mitarbeiter sind in Gewerkschaften organisiert und der Schuss könnte schnell nach hinten losgehen. Darüber hinaus wird versucht durch Bestechung von Ladepersonal und Hafenmeistern und Hafenkapitänen die Schiffe von BT so lange wie möglich zu binden, so dass Terminkontrakte schwer bedient werden können.

Ziel von MCF ist eine langfristige Bindung der Kunden im Distrikt 268 an MCF und das Handelsmonopol.

 

3.6 Barrachai Technum (BT)

BT operiert von Trin aus und besitzt einen starken Einfluss entlang der randwärts gelegenen Gebiete. Seit kurzem beabsichtigt BT auch in Distrikt 268 Fuß zu fassen, trifft dort jedoch auf erbitterten Widerstand durch MCF. Obwohl MCF wesentlich kleiner ist als BT, haben sie den Handelskrieg bisher aufrecht halten können und jeden Kampfpreis gehalten und teilweise sogar unterboten. BT hat diesen starken Widerstand nicht erwartet und fragt sich schon seit geraumer Zeit, wie MCF dies gelingen kann. Im Augenblick wird der Handelskrieg noch fortgesetzt, in der Hoffnung, dass MCFs Taschen doch nicht so tief sind, doch wurde der Vorstand bereits unruhig und hat der Regionalführung auf Glisten zu verstehen gegeben, dass weitere Verluste aus der Region nicht akzeptabel sind. Entweder finden sie einen Weg die Dominanz von MCF zu brechen oder sie ziehen sich aus Distrikt 268 zurück.

Die regionale Führung BTs hat sich daher entschlossen stärkeren Druck auf MCF auszuüben und gleichzeitig einen neuen Weg zu beschreiten. Sie versucht es einerseits mit einer Ausweitung der Konflikte in den Egryn Subsektor und zum anderen wird versucht Einfluss auf das Agrarwelten Kombinat, bestehend aus Motmos, Tarkine und Tarsus zu nehmen. BT möchte sich die lukrativen Handels- und Frachtverträge mit Lebensmitteln zwischen diesen drei Welten und Collace und Forine sichern. Während Motmos und Tarsus sich gegenüber BTs Avancen offen zeigt, scheitert eine Übernahme des Geschäfts jedoch an Tarkine. Hauptsächlich ist dies auf den Einfluss Dallias zurückzuführen, die das Agrarwelten Kombinat schon seit mehreren Jahrhunderten zu dominieren und jegliche Einmischung strikt zu unterbinden versucht.

Seitdem versucht BT nicht mehr gegen Dallia und seine Interessen zu arbeiten, sondern biedert sich der dortigen Regierung geradezu an.

 

3.7 Agrarwelten Kombinat

Durch die Besiedlung des Distrikts 268 in den frühen Jahrhunderten des Dritten Imperiums und besonders durch starkes Bevölkerungswachstum auf Collace und Forine erlebten die Agrarmärkte des Subsektors zunächst einen Boom und auf den Welten Motmos, Tarsus, Pavabid und Tarkine wurde der Anbau von Lebensmitteln zu einem lukrativen Geschäft. Der Boom war jedoch nur von kurzer Dauer und bald kam es zu Überproduktionen an den Märkten, fallenden Preisen und mehrere Male sogar zu kurzen Preiskriegen, die sich als verheerend für alle Beteiligten herausstellten.

Nach einigen Jahrzehnten führten Vertreter der Regierungen Motmos, Tarsus, Pavabids und Tarkines Verhandlungen über eine koordinierte Absprache im Agrarsektor. Dies führte schließlich im Jahr 780 zur Gründung des Agrarwelten Kombinats, an dem auch Pavabid teilnehmen sollte. Im selben Jahr kam es jedoch noch vor Gründung des Kombinats auf Pavabid zu einem Regierungsumsturz. Die  neue Regierung wollte mit dem Kombinat nichts mehr zu tun haben. Dies hätte die Bemühungen des jungen Kartells fast zum Scheitern verurteilt, aber die neue, xenophobische Theokratie Pavabids wollte auch mit anderen Welten nichts mehr zu tun haben und drosselte den Export zu anderen Welten drastisch, so dass effektiv nur Motmos, Tarsus und Tarkine als Produzenten für Agrarprodukte in Distrikt 268 blieben.

Das Ziel des Kombinats ist ein monopolisierter Agrarmarkt für den Distrikt 268, der sich in begrenztem Maße gegen Preisbildung  auf den Abnehmerwelten durch die Festlegung von Produktionsquoten für die einzelnen Mitgliedswelten absichern kann. Durch die künstliche Verknappung oder Steigerung der Lebensmittel soll der Preis nach Absprache aller Mitgliedswelten so gedrückt, stabilisiert oder angehoben werden, dass er innerhalb eines festgelegten Zielpreiskorridors liegt. Dieser Zielpreiskorridor ist jeweils auch variabel, aber gilt als Richtwert über einen längeren Zeitraum.

Das Agrarwelten Kombinat besitzt mehrere Organe. Zum einen die Teilnehmerkonferenz, die einmal jährlich abgehalten wird und zu denen sich Regierungsvertreter aller Mitgliedswelten einfinden, um den Stand des Agrarmarktes zu beurteilen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die Konferenz gliedert sich in offene und einen private Verhandlungen. Bei den offenen Verhandlungen sind Beobachter von anderen Welten und Organisationen zugelassen. Besonders Collace und Forine machen von diesem Recht Gebrauch. Aber auch SuSAG entsendet regelmäßig einen Beobachter auf die Konferenzen. An den privaten Verhandlungen können die Mitgliedswelten teilnehmen. Die Teilnehmerkonferenz ist prinzipiell das willensbildende Organ des Kombinats und jede Partei hat eine Stimme. Entscheidungen werden mit einer einfachen Mehrheit gefällt. Die Konferenz bestimmt die Ziele und Politik der Organisation und legt ihre Strategie fest. Sie kann als einziges Organ die Statuten ändern, entscheidet über die Mitgliedschaft und wählt das Generalsekretariat und den Rat der Agronomen.

Der Rat der Agronomen erstellt das Budget der Organisation und spricht Empfehlungen an die Ministerkonferenz aus und beobachtet und analysiert die langfristigen Schwankungen des Agrarmarktes. Der Rat besteht aus sieben Mitgliedern, die jeweils für zwei Jahre gewählt werden.

Das Generalsekretariat ist das ausführende Organ des Agrarwelten Kombinats. Es verhandelt die Preise mit den Endabnehmern, prüft Handels- und Lieferverträge, überwacht Produktionsquoten und handelt Tarife mit Transportunternehmen aus. Darüber hinaus obliegen dem Generalsekretariat die Aufgaben des Handels- und Lieferboykotts, wenn eine der Mitgliedswelten angegriffen werden sollte. Der Generalsekretär wird direkt von der Teilnehmerkonferenz für einen Zeitraum von drei Jahren gewählt und darf einmal wiedergewählt werden.

Das Hauptquartier des Agrarwelten Kombinats lag zunächst seit Gründung im Jahr 780 auf Tarkine. Nach einer Invasion Tarkines durch Dallia im Jahr 840 wurde das Hauptquartier aber permanent nach Motmos verlegt, in die Nähe von Kinnipac.

Als weiteres Resultat dieser Invasion schloss das Agrarwelten Kombinat hat einen Verteidigungspakt. Militärisch und technologisch sind die Welten nicht in der Lage ihren Nachbarn zu Widerstand zu leisten. Daher wurde beschlossen, wenn eine Mitgliedswelt des Kombinats bedroht oder angegriffen wird,  alle Lebensmittellieferung zu den Aggressoren umgehend einzustellen.

Das Agrarwelten Kombinat ist sehr imperiumsfreundlich eingestellt. Tarkine ist seit dem Jahr 960 unter imperialer Kontrolle und Motmos hat ebenfalls gute Beziehungen zu dem Imperium. Seit dem Jahr 967 existiert dort sogar eine Imperiale Marinebasis. Die imperiumsfreundliche Haltung Tarkines beruht sicherlich auf der starken militärischen Präsenz dort und gäbe es diese Präsenz nicht, würde die Haltung vermutlich auch weniger positiv ausfallen. Tarsus steht dem Imperium eher neutral gegenüber.

 

3.8 Pavabid

Die Kirche der Heiligen Sterne auf Pavabid betreibt eine Doktrin der Nichteinmischung und Isolation. Außenweltlern ist der Kontakt mit Einheimischen strengstens verboten. Lediglich auf dem kleinen Areal des Raumhafens ist ein begrenzter Kontakt und Warenaustausch möglich. Alle hier anwesenden Pavabider gehören der Inquisition an und sind als religiöse Fanatiker einzustufen. Sie reduzieren den Kontakt entsprechend ihrer Doktrin auf ein Minimum.

Die Tatsache, dass Pavabid überhaupt Handel mit anderen Welten treibt, ist dem Umstand geschuldet, dass ein Großteil der benötigten Technik, Elektronik und Ersatzteile nicht auf Pavabid produziert werden können. Im Gegensatz dazu exportiert die Welt hauptsächlich Agrargüter und einige wenige Metallerze.

Neben der Inquisition, die hauptsächlich zur Aufspürung, Bekehrung oder Verurteilung von Ketzern, sowie dem außerweltlichen Kontakt verantwortlich ist, gibt es noch den Orden der Sonne. Der Orden der Sonne kümmert sich ausschließlich um die Wartung und Reparatur wichtiger technischer Gegenstände. Auch unterstehen dem Orden offiziell alle hochtechnologischen (für pavabidische Verhältnisse) Anlagen.

Das Verhältnis der Pavabider zu Technologie ist komplex. Zum einen ist die Kultur fortgeschritten genug, um Nuklearanlagen zu bauen und einen Raumhafen zu betreiben, auf dem Raumschiffe landen. Andererseits wird der fliegende Palast des Sohnes der Sonne als Wunder Gottes erklärt. Der geistige Spagat um diese beiden Fakten koexistieren zu lassen ist schon enorm. Er erfordert zudem eine lebenslange Indoktrination und gelingt nur auf Grund der starken Isolation. Technik ist nach den Lehren der Kirche der Heiligen Sterne auf Pavabid ein Geschenk Gottes an die Menschen. Sie erhalten dadurch eine Erleichterung in ihrem Leben umso mehr Zeit zur Verehrung Gottes zu haben. Die Technik selbst wird daher als gottgewollt und Geschenk angesehen, aber auf keinen Fall verehrt. Es gibt gute Technik, die von Gott, der Sonne Pavabids, gewünscht ist; es gibt aber auch böse Technik, die von anderen Sonnen an ihre verblendeten Untertanen geschenkt wird. Der Orden der Sonne überwacht also nicht nur die technischen Produktionsmittel, sondern führt auch eine Liste über erwünschte und unerwünschte Technik. Diese Listen sind natürlich für jeden Erleuchtungsgrad unterschiedlich. Ein unerwünschtes Stück Technik in den Händen eines Bürgers kann in den Händen eines Inquisitors durchaus erwünscht sein.

Im Falle des fliegenden Palastes (erwünscht) ist es allerdings so, dass keiner der Priester wirklich ein Verständnis über die Technik besitzt (immerhin liegt sie neun Techlevel über ihrer eigenen).  Vielmehr hat sich in den Jahrhunderten eine Art Ritus zur Wartung gebildet. In religiösen Zeremonien und vielen Predigten und Lobpreisungen der Sonne werden die Ersatzteile ausgetauscht. Die Handgriffe sind die gleichen, die ein erfahrener Techniker machen würde, nur dass die Priester keine Ahnung haben, was sie da eigentlich machen. Jeder Handgriff wird genauso ausgeführt, wie es die Liturgie verlangt. Neue Ersatzteile werden über den Raumhafen angefordert (man entgeht dem moralischen Dilemma bei anderen „Sonnen“ zu bestellen wohl dadurch, dass die Schöpfung und geistige Geburt des fliegenden Palastes der eigenen Sonne zugesprochen wird und Ersatzteile erst mal in einer ordentlichen Zeremonie gesegnet werden).

 

3.9 Schwertwelten-Koalition

Das Interesse der Schwertwelten Konföderation an Distrikt 268 lässt sich bestenfalls als kompliziert beschreiben.

Die Konföderation ist sich darüber einig, dass Distrikt 268 nicht dem Imperium eingegliedert werden sollte. Allerdings ist man sich nicht so einig, wie das genau geschehen soll. Eine Eroberung wichtiger Welten spricht zwar das Ehrgefühl und die Kampfeslust vieler Schwertweltler an, aber es ist auch den meisten klar, dass es vom Imperium nicht gestattet würde. Einige Stimmen in der Konföderation sind allerdings durchaus der Meinung, das Imperium würde bei einem fait accompli nicht eingreifen und man sollte eine militärische Kampagne in Erwägung ziehen. Diese Stimmen finden derzeit (zum Glück) nicht viel Gehör. Im Augenblick wird eher eine offizielle Doktrin der Nichteinmischung verfolgt, was mitunter heiß debattiert wird. Hinter den Kulissen sehen die Schwertwelten jedoch, unterstützt von Zhodani Beratern, den eskalierenden Konflikt zwischen Collace und Trexalon als Schlüssel, das Imperium aus dem Subsektor zu halten. Trexalon wird daher von den Schwertwelten heimlich mit Waffen und Geld versorgt. Die Konföderation hat auch einige Schiffe angeboten, aber die Bauweise der Schiffe würde zu schnell Rückschlüsse auf ihre Herkunft schließen lassen, daher werden nur einige, meist alte und ausgediente generalüberholt und Trexalon zur Verfügung gestellt.

Zusammen mit dem TKT finanzieren sie einige der Piratenbasen in der Region.

 

3.10                    Imperium

Die Interessen des Dritten Imperiums sind schon sehr alt. Im Jahr 610 erklärte es die Gebiete der Fünf Schwestern (ursprünglich Distrikt 267) und des Distrikts 268 zu Imperialen Distrikten unter den Kaisern Constantus und Nicolai. Eine Bezeichnung, die alle Subsektoren erhalten, die als Aufnahmekandidaten ins Imperium gehandelt werden. In den letzten fünfhundert Jahren hat sich aber darüber hinaus nicht allzu viel getan.  Dies hat hauptsächlich mit den Spannungen innerhalb des Subsektors zu tun. Das Imperium will keinen Subsektor assimilieren, in dem die Gefahren eines Bürgerkrieges bestehen. Einige Welten, wie Forine lehnen zudem die Kontrolle des Imperiums rundweg ab und sind noch nicht einmal ein Client State.

Dies führt gleich zu mehreren Problemen im Imperium. Zum einen könnte es schwach erscheinen, wenn es nach fünfhundert Jahren immer noch nicht gelungen ist, die planetaren Regierungen von dem Vorteil eines Beitritts zu überzeugen. Ein Umstand, den viele im Grenzbereich beobachten und in ihren anti-imperialen Meinungen festigt. Ein weiteres Problem ergibt sich durch den Anschluss der Fünf Schwestern an das Imperium. Es existiert kein homogenes Staatsgebiet mehr. Auch besteht keine direkte X-Boot-Route zwischen Glisten und den Fünf Schwestern.

Zumindest letzteres Problem möchte das Dritte Imperium in naher Zukunft lösen. Es bestehen Pläne die X-Boot-Route von Mertactor nach Wonstar durch Collace und Inchin zu führen oder ein benachbartes System. Collace ist dem Imperium gegenüber freundlich gesinnt und politisch sollte dies daher kein Problem sein. Zumal schon eine Scoutbasis dort existiert. Ein viel größeres Problem könnten die Piraten sein, die verstärkt Schiffe überfallen, die nach Collace reisen.  Auch könnte ein möglicher Krieg mit Trexalon die X-Boot-Route gefährden. Bevor also nicht beide Probleme aus dem Weg geräumt sind, kommt Collace als X-Boot-Stützpunkt nicht in Frage. Vertrauliche Nachrichten des Imperiums könnten so in die falschen Hände gelangen. Eine Alternative würde sich in Tarsus finden, ebenfalls ein Client State des Imperiums. Die Präferenz liegt jedoch eindeutig auf Collace. Der nächste Sprungpunkt wäre Inchin. Hier bilden sich jedoch politische Hürden, da die Welt, ebenso wie alle umliegenden Welten sich gegen den Status als Client State entschieden haben und dem Imperium eher ablehnend gegenüber stehen.

Alles in allem scheint Distrikt 268 sehr zufrieden damit zu sein, nicht zum Imperium zu gehören, aber den Nutzen der imperialen Freundschaftsbezeugungen durchaus zu schätzen weiß.

 

3.11                    Zhodani

Das Interesse der Zhodani an Distrikt 268 lässt sich prinzipiell auf zwei Punkte beschränken: 1. Der Subsektor sollte sich nicht dem Imperium anschließen und 2. Nirton. Irgendetwas hat die äußere Schale des ursprünglich größeren Planeten fortgerissen. Und viele im Konsulat vermuten ein altes Vermächtnis der Alten dahinter, das erforscht werden sollte.

Bedauerlicherweise sind beide Ziele nicht so leicht erreichbar. Um es auf eine einfache Regel zu bringen: Erforschung Nirtons erfordert Zhodani Präsenz und diese treibt den Distrikt 268 direkt in die Arme des Imperiums, das nur auf einen guten Grund wartet die Zhodani als Gefahr für den gesamten Subsektor aufzubauen.

Damit wenigstens letzteres nicht passiert versuchen die Zhodani keine Präsenz in Distrikt 268 zu zeigen und agieren wenn überhaupt nur über Mittelsmänner oder Operatives.

Die Aktionen der Zhodani beschränken sich auf die Versuche Rebellionen auf verschiedenen Welten zu starten, deren Regierungen dem Imperium freundlich gesonnen sind. Dazu werden diese mit Geld und Waffen unterstützt. Für die Waffenlieferungen wurden McClellan Factors ausgesucht. Die Operatives gehen dabei sehr geschickt vor und es führen keinerlei Spuren zurück zu ihnen oder den Zhodani. Der Sinn hinter den Rebellionen ist es, dass der Subsektor als Ganzes das Imperium und eine Integration ablehnt. Außerdem würde es dadurch im kommenden Grenzkrieg vielleicht an der randwärts gelegenen Front mit seinen Flotten gebunden.

Ein Problem das sich für die Zhodani in letzter Zeit ergibt sind verstärkte Hinweise auf ihre Anwesenheit und Einmischung. Die Hinweise sind allesamt falsch, aber das wissen die Welten des Subsektors natürlich nicht. Irgendjemand scheint mit Absicht falsche Hinweise auf Zhodani-Anwesenheit in Distrikt 268 zu streuen und es scheint sich dabei um eine Fraktion aus dem Imperium zu handeln.

 

4.     Die Phasen der Rahmenhandlung

Phase 1: Alles auf Anfang

In dieser werden keine Abenteuer beschrieben, sondern es werden Charaktere und NSC beschrieben, aus deren Sichtweise die nachfolgenden Phasen durchlaufen werden. Soll die Kampagne aus der Sicht von Agenten einer Macht durchlaufen werden? Aus der Sicht von Söldnern der Regierung von Trexalon? Eines Piraten? Eines Freihändlers? Einer Mischung aus diesen? Soll das Hauptaugenmerk auf den Handelskrieg gelegt werden oder auf den Kalten Krieg oder auf etwas anderes?

Außerdem werden die passenden NSC beschrieben, die für den weiteren Kampagnenverlauf wichtig sind. Helden, Schurken und alles dazwischen.

Außerdem kann und sollte ein grober Ausblick auf die nächsten Phasen gegeben werden.

Folgende Elemente könnten in Phase 1 definiert werden:

  1. Charaktererschaffung: Was für Charaktere brauche ich? Brauche ich neue Karrieren? Optionale Regeln für bestimmte Situationen? Was ist ihre Motivation für die Kampagne?
  2. Organisation: Für wen arbeiten die Spieler, wer  oder was ist die Organisation die hinter der Gruppe steht.
  3. Ausrüstung: Welche neue Ausrüstung gibt es, auch das Schiff der Gruppe für das Spiel ist hier wichtig.
  4. Locations: Wo ist die Basis und wie ist sie aufgebaut. Wo gibt es  Unterschlupf, Niederlassungen und Unterstützung in Distrikt 268?
  5. NSC Gruppe #1: Wer ist der Auftraggeber? Wer sind Verbündete und Freunde
  6. NSC Gruppe #2: Neutrale Kontakte, Handelspartner und sonstige Quellen die ich benutzen kann.
  7. NSC Gruppe #3: Feinde, gegen wen muss ich mich wehren, wer will der Gruppe etwas Schlechtes?
  8. Psionik: Welche Rolle spielt sie?
  9. Ein kurzes Einführungsszenario, wie kommt die Gruppe zusammen und was ist ihre erste Herausforderung?

 

 

Eine Beschreibung für Phase 1 könnte folgendermaßen aufgebaut sein:

 

Hintergrund: Die SCs sind Agenten von BT und werden damit beauftragt, den Handelskrieg gegen MCF zu entscheiden. Dabei ist es wichtig, dass sie ...
Ihr direkter Vorgesetzter/Auftraggeber ist NSC 1.

NSC 1: Name, Beschreibung, Hintergrund, Motivation des NSC

NSC 2: Auch Auftraggeber, aber Antagonist, Hintergrund, Motivation
NSC 3: Agent von MCF, Hintergrund, Motivation
...

Für den schnellen Spielstart wird von folgender Standardgruppe ausgegangen:

Beispiel SC 1: Name, Fertigkeiten, kurzer Hintergrund
Beispiel SC 2: Name, Fertigkeiten, kurzer Hintergrund
Beispiel SC 3: Name, Fertigkeiten, kurzer Hintergrund
Beispiel SC 4: Name, Fertigkeiten, kurzer Hintergrund
Beispiel SC 5: Name, Fertigkeiten, kurzer Hintergrund

Kampagnenverlauf:

Phase 2: In dieser Phase geht es um das Aufklären der Standpunkte der folgenden Organisationen und NSC …
Phase 3: Folgende Probleme ergeben sich, NSC x  ändert seine Einstellung, MCF wurde auf einem Gebiet bloßgestellt.


 

Phase 2: Erste Schritte

In dieser Phase werden die Charaktere in den Hexenkessel geworfen und kommen in ersten Kontakt mit einigen Parteien. Sie erhalten die ersten Puzzlestücke des Gesamtbildes.

Phase 3: Allianzen schmieden

Es geht tiefer hinein in den Kaninchenbau. Um die eigene Sache voranzutreiben müssen Allianzen geschmiedet werden. Das Problem kann nicht allein gelöst werden. Weitere Hintergrundinformationen tauchen auf.

Phase 4: Der Plan scheint aufzugehen

Nachdem die Allianzen geschmiedet sind, wird nun versucht das Hauptproblem gemeinsam anzugehen. Erste Erfolge zeichnen sich ab, doch die haben auch ungeahnte Nebeneffekte und die andere Seite bleibt nicht untätig. Im Hintergrund gerät etwas in Bewegung.

Phase 5: Freunde und Feinde

In dieser Phase scheinen sich die Allianzen nochmal zu ändern. Unerwartete Wendungen treten ein und aus Freunden werden plötzlich Feinde und aus vermuteten Feinden werden plötzlich Freunde.

Phase 6: Der Weg in den Krieg

Die Karten liegen auf dem Tisch. Die Frage ist nur, wie kann der größte mögliche Schaden abgewendet werden? Wer wird für die Loyalität belohnt und wer wird bestraft werden?