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Rolemaster

Was ist Rolemaster?

Rolemaster ist ein klassisches Fantasy-Rollenspielsystem, das in verschiedenen Editionen bereits seit Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts vorliegt. Immer wieder überarbeitet, zeichnet es sich durch ungeheure Flexibilität und Detailreichtum aus. Folgende Besonderheiten kann man hervorheben:

  • Ein äußerst detailliertes Charaktererschaffungssystem, bei dem kein Charakter einem anderen gleicht. Jeder Charakter kann alles erlernen, der Beruf bestimmt nur den Aufwand, dem man zum Erlernen treiben muß.
  • Verschiedenste Völker und Berufe, die auch leicht vom Spielleiter um neue erweitert werden können.
  • Ein ausführliches Fertigkeitssystem, mit in Gruppen organisierten Fertigkeiten, Boni aus Attributen, Berufen, Völkern, usw., wodurch die Fertigkeiten ungemein individuell werden.
  • Ein taktisches Kampfsystem mit umfangreichen Tabellen für Kritische Treffer und verschiedenste Waffen und Angriffstypen.
  • Ein umfangreiches Magiesystem mit über 2000 Sprüchen, die in Spruchlisten organisiert sind.
  • Detaillierte Hinweise und Richtlinien für Spielleiter, Tips zur Welterschaffung, zum Leiten von schwierigen Situationen usw.

 

 

Wie fängt man an?

Aller Anfang ist schwer, so auch die Entscheidungen, die von einem neuen Spieler bei einem Fantasy-Rollenspiel gefordert werden. Sie jedoch können sich ganz entspannt zurücklehnen, denn wir von der Sonnenfeste nehmen Sie dazu bei der Hand.

Wenn Sie das faszinierende Hobby Rollenspiel zuerst beginnen, stellt sich automatisch die Frage: "Welche Rolle spiele ich?" Sie fragen sich also, was für einen Charakter Sie im Rollenspiel darstellen wollen. Diese Frage können wir natürlich nicht für Sie beantworten, aber wir können Ihnen helfen. Denken Sie an Bücher und Filme, die Sie gelesen oder gesehen haben. Die erste Auswahl, die Sie treffen müssen, bezieht sich auf das Volk des Charakters. Vielleicht möchten Sie einen edlen Hochmenschen spielen, weil Sie mit Ihrem Charakter für das Gute in der Welt einstehen wollen. Oder Sie entscheiden sich für eine Elfendame, weil Sie "schon immer mal spitze Ohren haben wollten" (Zitat: Liv Tyler, Schauspielerin von Arwen im Herrn der Ringe). Sie sehen, es ist Ihre persönliche Entscheidung, und Ihr Grund ist ganz und gar Ihre Sache. Werfen Sie einen Blick ins Rolemaster-Grundregelwerk. Dort finden Sie Abbildungen zu den Basis-Völkern von Rolemaster, das wird Sie ganz sicher inspirieren. Sie sollten bei der Auswahl des Volkes weniger auf die regeltechnischen "Werte" des Volks achten, sondern mehr auf die rollenspielerische Auswirkung, also darauf, wie "sich das Volk spielt". Wenn Sie eher an einen bärbeißigen, grimmigen Charakter denken, der aber einen gut versteckten weichen Kern besitzt, bietet sich ein Zwerg an. Wollen Sie lieber verspielt sein und den anderen Spielern unschuldige Streiche spielen, dann schauen Sie sich den Halbling an. Das soll jetzt nicht heißen, daß jeder Halbling ständig anderen Streiche spielt - das ist nur eine mögliche Art, dieses Volk zu spielen. Ihrer eigenen Fantasie und Kreativität sind dadurch keine Grenzen gesetzt.

Nachdem Sie sich für ein Volk entschieden haben, müssen Sie auch noch den Beruf des Charakters festlegen. Berufe bei Rolemaster bestimmen, wie der Charakter sein Leben vor seinem Einstieg in das Abenteurerdasein verbracht hat, was er leichter, und was er schwerer lernt. Dennoch engt das System Sie dadurch nicht ein; ein Charakter jeden Berufs kann jede Fertigkeit erlernen. Die Berufe unterscheiden sich nur durch den Aufwand, den man zum Erlernen von verschiedenen Fertigkeiten treiben muß. Dem Krieger fällt es beispielsweise leicht, mit einem Schwert umzugehen. Er muß sich aber mehr anstrengen, wenn er sich die Prinzipien der höheren Mathematik draufschaffen will. Der Magier wiederum erlernt Zaubersprüche viel leichter als der Krieger, kommt dafür mit dem Schwert nicht so gut klar. Sie sehen, sofern Sie sich nicht zu weit von der ursprünglichen Ausrichtung eines Berufs im Laufe des Spiels entfernen, können Sie nicht viel falsch machen. Das System fängt Sie wieder auf. Daher sollte auch die Entscheidung über einen Beruf nicht davon abhängen, welcher Beruf stärker oder schwächer zu sein scheint. Diese Einschätzung ist sowieso immer subjektiv, denn tatsächlich sind alle Berufe ausbalanciert. Nein, Ihre Entscheidung für einen Beruf sollte ganz und gar davon abhängen, womit Sie sich persönlich identifizieren können. Ihnen gefällt ja auch kaum ein Film, in dem Sie den Hauptcharakter unsympathisch finden. Werfen Sie also einen Blick in die Berufe im Grundregelwerk, schauen Sie sich die Bilder an, und überlegen Sie sich, an welchem Beruf für Ihren Charakter Sie persönlich Spaß hätten.

Liegt Ihnen der sympathische Schurke eher als der undurchschaubare Mentalist? Spielen Sie als Barde vielleicht lieber in einer Kneipe auf als sie als Krieger bei einer Kneipenschlägerei zu Kleinholz zu verarbeiten? Spielen Sie lieber einen einzelgängerischen Waldläufer, der in einer Stadt verloren wirkt, oder einen weltmännischen Trickser, der sich mit seinen magischen Fähigkeiten aus brenzligen Situationen befreit? Rolemaster läßt Ihnen bei dieser Wahl völlige Freiheit. Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf, ob Sie eine "gute Kombination" aus Volk und Beruf gewählt haben - in Rolemaster gibt es keine besseren oder schlechteren Kombinationen. Mit jeder Kombination ist alles möglich. Lassen Sie sich also von ihrem Gefühl leiten. Fragen Sie sich, wie Ihr Charakter im Spiel sein soll. Dann wissen Sie auch, was für einen Charakter Sie spielen wollen. Sie können nichts falsch machen, denn in Rolemaster können Sie jede Fertigkeit zu jedem beliebigen Zeitpunkt in der Charakterentwicklung lernen. Sie verpassen nichts.

Wenn Sie diese Entscheidungen getroffen haben, ist der größte Batzen geschafft. Sprechen Sie mit Ihrem Spielleiter über den Hintergrund des Charakters. Wählen Sie vielleicht dazu ein oder zwei Ausbildungspakete aus, um automatisch eine Vorstellung des "Vorlebens" Ihres Charakters zu bekommen. Je besser Sie Ihren Charakter kennen, desto einfacher wird es Ihnen in Zukunft fallen, ihn zu spielen und den anderen Spielern am Tisch überzeugend darzustellen. Nach einer Weile werden Sie Entscheidungen im Spiel wie selbstverständlich treffen, da Sie wissen, wie Ihr Charakter denkt. Dann bleibt uns nur noch zu sagen: Haben Sie Spaß!